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Lino Muff: no one’s in the lighthouse

08.08. – 23.08.2020

Vernissage: 07.03.2020, 18 – 22 Uhr

Finissage: 23.08.2020, 14 – 18 Uhr

Ausstellungszeiten:

SA 08.08.2020, 14 – 18 Uhr

SO 09.08.2020, 14 – 18 Uhr

SA 15.08.2020, 14 – 18 Uhr

SO 16.08.2020, 14 – 18 Uhr

SA 22.08.2020, 14 – 18 Uhr

SO 23.08.2020, 14 – 18 Uhr

Gerne öffnen wir die Ausstellung auch unter der Woche, einfach Anfragen unter email: info@theoff.space

no one’s in the lighthouse

Solo Show 

Lino Muff möchte Situationen zwischen Medium und Betrachter*innen kreieren. 

Der Fokus liegt dabei auf Ausschnitten und/oder dargestellten Körpern mit ihrem reduzierten Gestus. Um eine direkte Kommunikation über die gemalte Gestik mit den Betrachter*innen zu ermöglichen, ist der Hintergrund, in welchem die Situationen spielen, sehr reduziert gehalten. Es soll ein Raum angedeutet werden, in den man sich einfach hineinversetzen kann. 

Anhand von Eingriffen in Form von Multiplizieren, Fragmentieren, oder bewusster Veränderungen der Figuren soll eine Verhandlung über gewohnte Konnotationen von Alltags gesten angeregt werden. Wir sind uns einiger Gebärden und ihrer Bedeutung durchaus bewusst. Jedoch haben wir ihnen noch nie wirklich Beachtung geschenkt: Was kann man z.B. durch einen Handschlag zeigen? Diese täglich ausgeführte Geste ist in ihrer Ausführung hoch komplex, lässt uns soziale Schichten erkennen, lässt uns, richtig ausgeführt, besser dastehen oder kann gleichermassen andere diffamieren. Mit dem Eingriff ins tägliche Gebärdenspiel versuche ich, einem Dialog über eben jene Konnotationen und Bedeutungen anzuregen. 

Diese Verhandlung soll durch die manipulierte naturalistische Darstellung noch gesteigert werden. Abweichungen in der scheinbaren «Realität», die die Bilder suggerieren, führen den/die Betrachter*innen ins Hinterfragen. Die Aussagen der Arbeiten sollen uneindeutig bleiben, bzw. die Schlussfolgerungen der Betrachter*innen zustehen. 

Lino’s versuche, dass die Malerei inhaltlich nicht auf die zweidimensionale Oberfläche der Leinwand beschränkt bleibt. Die dargestellten Personen kommunizieren über den Raum miteinander. Dies schafft einen Zugang, ein Fenster im Raum für die Betrachter*innen. Es sind suchende Körper, welche sich verlieren oder wiederfinden. 

Der Theaterregisseur Falk Richter schrieb im Stück «TRUST»: 

Du bist da, ich bin hier 

Wir treffen uns im Dazwischen 

Wo und was ist dieses Dazwischen? Wie gehen wir einen Dialog mit Menschen ein, wie meine Arbeiten? 

Dies sind Fragen, welche mich in meinem Schaffen antreiben.

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